Die islamistisch geführte Übergangsregierung in Syrien hat einen bedeutenden Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit unternommen, indem sie Maysaa Sabrine zur ersten geschäftsführenden Direktorin der Zentralbank ernannt hat. Diese Entscheidung markiert einen Wendepunkt in einer von Männern dominierten Institution und zeigt das Engagement der Regierung, Frauen in entscheidende Führungsrollen zu bringen.

Maysaa Sabrine bringt umfangreiche Erfahrung mit, da sie bereits wichtige Positionen innerhalb der Bank innehatte, einschließlich der Rolle als erste stellvertretende Direktorin. Die Regierung, die von der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) geleitet wird, sieht in dieser Ernennung nicht nur einen Fortschritt für Frauennetzwerke, sondern auch eine strategische Stärkung der Institution, die in herausfordernden Zeiten eine zentrale Rolle spielt.

Die internationale Gemeinschaft und insbesondere die Regionen in Syrien behalten die Entwicklungen rund um die Übergangsregierung genau im Auge, um festzustellen, ob sie die grundlegenden Rechte der Frauen achten oder ob sie, ähnlich wie die Taliban in Afghanistan, diese Frauen systematisch aus dem öffentlichen Leben ausschließen.

Besorgniserregende Äußerungen des HTS-Sprechers Obaida Arnaut, die Frauen aufgrund ihrer «biologischen Natur» als ungeeignet für Ämter wie die einer Verteidigungsministerin oder für Positionen in der Justiz darstellen, haben diese Bedenken noch verstärkt und werfen einen Schatten auf die künftige Gleichstellung der Geschlechter in der Region.

Die Ernennung von Aischa al-Dibas zur Leiterin des Büros für Frauenangelegenheiten markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Rolle der Frauen in der neuen Regierung, die sich nach dem Sturz des langjährigen Diktators Baschar al-Assad formiert hat.

Als zentrale Figur in diesem Transformationprozess ist al-Dibas nicht nur die erste Frau, die diese Position einnimmt, sondern steht auch stellvertretend für das Engagement der neuen Führung, die Gleichstellung der Geschlechter aktiv zu fördern und die Stimme der Frauen in politischen Entscheidungsprozessen zu stärken.

Trotz der Abspaltung von Al-Kaida durch Ahmed al-Scharaa bleibt die Situation rund um die HTS komplex und vielschichtig. Al-Scharaa stellte klar, dass er sich von den extremistischen Ideologien der Al-Kaida und des Islamischen Staates distanziert hat und sich inzwischen für eine gemäßigtere Politik einsetzt, um möglicherweise breitere Unterstützung zu gewinnen.

Dennoch gibt es zunehmend Berichte, die darauf hindeuten, dass die Führung der HTS weiterhin geheime Verbindungen zur Al-Kaida unterhält, was Fragen zur wahren Ausrichtung und den langfristigen Zielen dieser Gruppe aufwirft. Diese Ambivalenz bezüglich ihrer Beziehungen zu radikalen Elementen könnte sowohl interne als auch externe Herausforderungen für die HTS mit sich bringen und die Stabilität der Region beeinträchtigen.

Maysaa Sabrine und Aischa al-Dibas war eine der ersten Frauen in Syrien, die eine bedeutende Rolle in der Gesellschaft übernahm.

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